mehr Engagement gegen Rechts

„Rechtes Gedankengut droht immer gesellschaftsfähiger zu werden, das haben auch die Bürger erkannt“

, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts der Umfrageergebnisse des neuesten AWO- Sozialbarometers. Demnach denken 71 Prozent der Bürger, dass Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremes Gedankengut in unserer Gesellschaft weiter verbreitet sind, als viele Menschen annehmen. Nur 27 Prozent der Bürger finden, dass solche Ansichten und Meinungen ausschließlich bei Randgruppen Anklang finden.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass rechte Ansichten durch das Unterwandern von zivilgesellschaftlichen Strukturen immer weiter in die gesellschaftliche Mitte vorstoßen“

, betont Stadler. Deshalb sei die staatliche Unterstützung insbesondere von Initiativen gegen Rechtsextremismus so wichtig.

„Wir brauchen mehr Angebote und Förderung präventiver Programme gegen Rechtsextremismus“

, betont Stadler und fügt hinzu:

„Darüber hinaus benötigen wir eine bewusste Präventionsarbeit vor Ort mit den Menschen.“

Demnach läge insbesondere im Ausbau von Jugendhilfestrukturen eine lohnenswerte Möglichkeit, die besonders gefährdete Gruppe der Jugendlichen stärker in die Zivilgesellschaft einzubinden und damit vor dem Einfluss rechter Gruppierungen zu schützen.

„Die Zivilgesellschaft und die Politik müssen alle Bürger gezielt ermutigen, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren. Die Verteidigung demokratischer Werte sollte bei allen Bürgern verankert und gefördert werden. Durch die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements will die AWO ihren aktiven Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft leisten“

, erklärt der AWO-Bundesvorsitzende Stadler abschließend.

 

 

Kommentar schreiben